Verkürzte Altenpflege-Ausbildung

Altenpflegerinnen und Altenpfleger betreuen und pflegen als qualifizierte Fachkräfte selbstständig und eigenverantwortlich kranke und alte Menschen. Sie setzen sowohl medizinische Behandlungspflege als auch sozialpflegerische und psychiatrische Betreuung selbstständig und im Zusammenwirken mit anderen Berufsgruppen um. Neben medizinisch-pflegerischen Aufgaben betreuen und beraten sie alte Menschen in ihren persönlichen und sozialen Angelegenheiten, geben Hilfen zur Erhaltung der selbstständigen Lebensführung und leiten zur Freizeitgestaltung an.

Altenpflegerin bei der Arbeit

Wenn Sie seit mindestens zwei Jahren als Pflegehelfer/in in der Pflege beschäftigt sind und einen mittleren Bildungsabschluss haben, können Sie die zweijährige Ausbildung absolvieren. Sie steigen bei uns dann direkt in das zweite Ausbildungsjahr ein. In der Regel kann diese verkürzte Ausbildung auch von der Agentur für Arbeit über einen Bildungsgutschein oder das Programm "WeGeBau" finanziell gefördert werden. Bitte informieren sie sich hierzu bei Ihrer Agentur für Arbeit.

Voraussetzungen für die Ausbildung

  • eine abgeschlossene Ausbildung als Altenpflegehelfer/in, Krankenpflegehelfer/in oder Heilerziehungshelfer/in.

Mit der Förderung durch WeGEbAU gibt es folgende Möglichkeiten für eine verkürzte Ausbildung:

  • qualifizierter Sekundarabschluss I und eine Pflegetätigkeit von zwei Vollzeitjahren sowie eine Kompetenzfeststellung der ADD oder
  • eine abgeschlossene Ausbildung als Altenpflegehelfer/in, Krankenpflegehelfer/in bzw. Heilerziehungshelfer/in sowie zusätzlich ein Jahr Pflegetätigkeit in Vollzeit.
  • Auszubildenden mit unzureichenden Kenntnissen in der Schriftsprache bieten wir - wenn möglich - begleitend ein berufsfeldbezogenes Sprachtraining an.

Dauer der Ausbildung

Die zweijährige Vollzeitausbildung findet in einer Einrichtung der Altenpflege und in der Fachschule mit dualer Berufsausbildung statt. Die Auszubildenden erhalten eine Ausbildungsvergütung von der fachpraktischen Ausbildungsstelle.

Eine Liste unserer Praxispartner, bei denen Sie sich um einen Ausbildungsplatz bewerben können, finden Sie unter Downloads.

Die verkürzte zweijährige Ausbildung startet am 1. August jeden Jahres. Die Probezeit beträgt sechs Monate.

Ausbildungsinhalte

1650 Stunden Theorie inkl. regionalspezifischem Modul (in Rheinland-Pfalz)
1500 Stunden Fachpraxis (Mindeststundenzahl)

Der theoretische Unterricht wird in Blockzeiten realisiert. Unterrichtszeit ist von 8 bis 15 Uhr.
Während der praktischen Ausbildung in Einrichtungen der Altenpflege werden die im Unterricht erworbenen Kenntnisse vertieft und in den verschiedenen stationären und ambulanten Einrichtungen der Altenpflege angewendet. Die Schüler/innen erwerben praktische Erfahrung in verschiedenen Bereichen.

Ausbildungsvergütung (entsprechend Tarife TVA-L Pflege 2017, gültig ab 1.1.2018)

2. Ausbildungsjahr: 1.126,70 Euro brutto/Monat (mindestens 900,80 Euro brutto/Monat)
3. Ausbildungsjahr: 1.233 Euro brutto/Monat (mindestens 986,40 Euro brutto/Monat)
Nach Vorgabe des Ministeriums für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur dürfen die in den Ausbildungsverträgen schriftlich fixierten Vergütungen bei den nicht tarifgebundenen Ausbildungsträgern maximal 20Prozent darunter liegen.

Kosten des Bildungsgangs

Wir erheben keine Schulgebühr.
Im Laufe der Ausbildung fallen Kosten für Kopiergeld sowie eine Gebühr für den Erste-Hilfe-Kurs an. Unsere Fachschule ist nach AZAV zertifiziert (Akkreditierungs- und Zulassungsverordnung Arbeitsförderung). Ihre Teilnahme am Bildungsangebot kann über einen Bildungsgutschein der Agentur für Arbeit gefördert werden.

Teilnehmerzahl

Die mögliche Teilnehmerzahl des Bildungsganges liegt zwischen 16 und 30 Teilnehmern.

Abschluss

Staatliche Prüfung mit praktischem, schriftlichem und mündlichem Teil. Erhalt eines Abschluss- und Prüfungszeugnisses sowie der Urkunde mit Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung.

Entwicklungsmöglichkeiten

  • Der Abschluss berechtigt nach zweijähriger Berufserfahrung zu einem Studium an Hochschulen in Rheinland-Pfalz, beispielsweise: Pflegemanagement, Pflegepädagogik oder Pflegewissenschaft.
  • Bei einem Abschluss mit einem Notendurchschnitt von mindestens 2,5 kann mit einem zusätzlichen Jahr an einer Krankenpflegeschule (St.Marienkrankenhaus, Klinikum Ludwigshafen) der Abschluss in der Gesundheits- und Krankenpflege erworben werden.
  • Nach einjähriger Berufserfahrung können Sie zudem für eine Weiterbildung nach Weiterbildungsordnung der Pflegekammer Rheinland-Pfalz zugelassen werden, zum Beispiel „Praxisanleiter in der Pflege“.